Dienstag, 24.November, 19.30 Uhr
Grosser Saal SP Kanton Zürich, Gartenhofstrasse 15, Zürich
Mit Sabeth Tödtli, Architektin und Urbanistin von Urban Equipe, Lara Can, Ökonomin und SP-Gemeinderätin und Nicolas Galladé, Kandidat für die Regierungsratswahlen 2027
Moderation: Helen Bisang, Stiftung SP Bildung
In den Städten bleibt die Situation auf dem Wohnungsmarkt angespannt. Junge Menschen, Familien und zunehmend auch Haushalte des Mittelstands können sich das Wohnen in der Stadt kaum noch leisten – nicht nur in Zürich, sondern auch in kleineren Agglomerationsstädten. Der Aktionsplan Wohnungsknappheit des Bundes reicht bislang nicht aus, um genügend bezahlbaren und bedarfsgerechten Wohnraum zu schaffen.
In Verdichtungsgebieten wie dem Letziquartier ist die Krise besonders sichtbar: Siedlungen aus der Nachkriegszeit weichen Ersatzneubauten und Hochhäusern mit teuren Büros und Wohnungen. Mit jeder Aufwertung verschwindet günstiger Wohnraum und langjährige Bewohner:innen werden verdrängt. Sabeth Tödtli zeigt die Folgen profitorientierten Wohnungsbaus auf und macht die Auswirkungen auf die Quartiere und ihre Bewohner:innen anhand aktueller Mieter:innen-Kämpfe sichtbar.
Mit der Annahme des wohnpolitischen Grundsatzartikels 2011 befürworteten die Zürcher:innen eine aktive Rolle der Stadt in der Wohnpolitik. 2025 verlangte eine SP-Motion eine städtische Prüf- und Beratungsstelle für Mietzinse. Der Gemeinderat unterstützt dieses Anliegen, damit Mietende ihre Rechte besser durchsetzen und missbräuchliche Renditen überprüft werden können.
Welche Erkenntnisse liefert die Forschung zur Wirkung wohnpolitischer Massnahmen? Und welche Instrumente können hohe Mieten wirksam begrenzen und die Vision einer inklusiven, vielfältigen Stadt Realität werden lassen?
