Dienstag, 17. Februar, 19.00 Uhr – 21.00 Uhr
Veranstaltungsraum im UNIA-Gebäude, Strassburgstrasse 11, Werdplatz, 8004 Zürich
Mit Prof. Dr. Pascal Lottaz, Spezialist für Neutralität, SP-Mitglied, Associate Professor an der Kyoto-Universität, und Dr. Dr. h.c. Barbara Haering, Präsidentin des Internationalen Genfer Zentrums für Humanitäre Entminung und Mitglied des Boards der International Commission on Missing Persons. Als SP-Nationalrätin war sie Präsidentin der Sicherheitspolitischen Kommission und Vizepräsidentin der Parlamentarischen Versammlung der OSZE.
Moderation: Heinz Looser, SP Bildung
Die Welt ändert sich rasend schnell, Krieg und Erpressung werden zu einem erschreckend normalen Mittel der Politik. Gleichzeitig hat sich das Mächteverhältnis auf dem Globus grundlegend geändert. Nach der Bipolarität des Kalten Krieges und der unipolaren westlichen Vormachtstellung seit 1989, ist die internationale Staatengemeinschaft in den letzten Jahren in eine neue Phase der Weltpolitik eingetreten. Das relative und absolute Mächteverhältnis auf dem Globus hat sich verschoben — militärisch, technisch- wissenschaftlich, ökonomisch und ideologisch. China und Russland sind Grossmächte die ihr Handeln nicht mehr nach dem Gutdünken Europas und Amerikas richten. Indien, Brasilien, und andere regionale Schwergewichte entwickeln eine multidimensionale Aussenpolitik, unter anderem via Zusammenschluss des Globalen Südens in Vereinigungen wie den BRICS-Staaten oder der Shanghai Cooperation Organization (SCO). Die entstehende multipolare Ordnung schafft neue Herausforderungen. Sie bietet aber auch Chancen gerade für Länder wie die Schweiz, die sich weder dem einen noch den anderen Lagern verbindlich anschliessen wollen, sondern unabhängige Wege zu gehen versuchen. In diesem Rahmen stellt sich auch die Frage der Neutralität der Schweiz neu ─ auch für die SP.
