Montag, 16 März, 19.30 Uhr
Grosser Saal SP Kanton Zürich, Gartenhofstrasse 15, Zürich
Mit Andreas Mauz, Literaturwissenschaftler und evangelischer Theologe
Moderation: Christine Tresch, Stiftung SP Bildung
«Überall, wo es keine Demokratie gibt, ist sie zu erhoffen und erstrebenswert. Das gilt auch für die Schweiz.» (Peter Bichsel, Notizen zur Misere, 1988)
Die Demokratie ist ein anspruchsvolles und damit krisenanfälliges Projekt. Das zeigt sich in der Gegenwart nicht weniger als in der Geschichte, global nicht weniger als in der Schweiz. Peter Bichsel (1935–2025) hat die demokratische Ordnung in seinem Werk aufmerksam reflektiert und auch als scheiternde vehement verteidigt. Als Berater von Bundesrat Willi Ritschard hatte er einen direkten Einblick in den Betrieb der direkten Demokratie der Schweiz.
Der Abend widmet sich Bichsels Nachdenken über die politische Ordnung – sei es dem Prozess der Meinungsbildung, dem Abstimmen und Wählen, der Rolle der Verfassung, dem Verhältnis der Schweiz zu Europa oder der Parteipolitik. Bichsels Voten sollen aber auch auf die Gegenwart bezogen werden: Wo trifft er noch heute einen Punkt?
Die Fülle von Bichsels Überlegungen zur Demokratie lässt sich am besten anhand seiner zahlreichen Kolumnen (Kolumnen, Kolumnen, 2005), den Aufsatzsammlungen Die Totaldemokraten (1998) und Des Schweizers Schweiz (1997) nachvollziehen. Mit den Notizen zur Misere (1988) – einer Folge von 22 streitlustigen Thesen – hat Bichsel aber auch verdichtet sein Grundverständnis der Demokratie der Schweiz formuliert. Dieser und weitere einschlägige Texte stehen den Teilnehmenden zur Vorbereitung zur Verfügung.
Den Teilnehmenden steht zur Vorbereitung ein Reader mit einschlägigen Texten zur Verfügung.
