Mittwoch, 15 April, 19.30 Uhr
Grosser Saal SP Kanton Zürich, Gartenhofstrasse 15, Zürich
Mit Priska Seiler-Graf, SP Nationalrätin, Peter Hug, Historiker, Stephan Kühne, Ökonom und Psychiater
Moderation: Heinz Looser, Stiftung SP Bildung
Der Angriff Russlands auf die Ukraine hat die Bedrohung durch Russland auf Platz 1 der öffentlichen Themen befördert. Die Meldungen beschränken sich nicht auf Desinformationskampagnen, Cyberangriffe und Sabotage. Vielmehr wird gezielt vor Krieg gewarnt. So schreibt der Nachrichtendienst der dänischen Streitkräfte: «Russland bereitet sich auf einen Krieg gegen die Nato vor.» Diese Wahrnehmung ist umstritten. Die wahrgenommene Bedrohung ist hingegen unmittelbar wirksam auf die Militärbudgets: «Kriegstüchtigkeit» und Aufrüstung mit Kampfflugzeugen, Panzern, Drohnen und Cyberabwehr sind das angeblich alternativlose Gebot der Stunde. Die verbreiteten Bilder der militärischen Bedrohung macht sie mehrheitsfähig, auch wenn die internationale Zusammenarbeit darunter leidet, wie auch die Klimapolitik, die Kultur, der Umweltschutz, die Sozialausgaben und anderes mehr. Wie plausibel sind jedoch die Bilder der russischen Bedrohung? Welche Annahmen haben eine hohe Wahrscheinlichkeit? Und welche Abhilfe macht hier Sinn – in Europa und in der Schweiz? Es ist kein Geheimnis, dass aus SP-Sicht das Szenario eines russischen Aufmarschs am Bodensee derart unwahrscheinlich ist, dass noch mehr Panzer und Artillerie wenig nützen. Auch die extrem kostspielige Aufrüstung mit F-35 scheint denkbar ungeeignet, um unseren Luftraum wirksam zu schützen. Umso wichtiger ist es, ein angemessenes Bild der Bedrohung zu erhalten. In unserer Veranstaltung unterziehen wir die verschiedenen Vorstellungen und Szenarien der militärischen Bedrohung einer kritischen Überprüfung.
